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Mi 25.10.17
Scène d'amour

Sinfonieorchester Basel
Katarina Karnéus
, Sopran
Cyrille Dubois, Tenor
Peter Rose, Bass
Balthasar-Neumann-Chor
Ivor Bolton
, Leitung


Hector Berlioz: Roméo et Juliette, op. 17


18.30 Uhr Konzerteinführung im Foyer des Theater Basel


«Mein Leben ist ein Roman,
 der mich sehr interessiert», soll Hector Berlioz einmal einem Freund gegenüber geäußert haben. Mit 45 Jahren begann er mit der Niederschrift seiner Autobiografie. Er verheimlicht dort weder Liebschaften noch Suizid-Versuche und schildert ein bewegtes Leben zwischen Genie und Wahnsinn. Berlioz beschreibt unter anderem auch, wie er erstmals eine Aufführung von William Shakespeares Drama Romeo and Juliet in Paris besuchte. Glaubt man seinen Tagebucheintragungen, erschütterte ihn das Schauspiel dermaßen, dass er während der Vorstellung
fast die Besinnung verlor. Kurze Zeit später verarbeitete er dieses Theatererlebnis in seiner Chorsinfonie Roméo et Juliette. Wie im antiken Drama berichtet der Chor über das Geschehene, während die Dialoge zwischen Roméo und Juliette rein instrumental dargestellt werden. Gefragt nach dem Lieblingsstück unter seinen Kompositionen bekannte Berlioz im Übrigen, dass ihm am besten das Adagio – also die Scène d’amour – aus Roméo et Juliette gefalle. 


Mittwoch, 25. Oktober 19:30
Theater Basel, Grosse Bühne
Scène d'amour

Do 08.02.18
Bruckner+ Dutilleux

Sinfonieorchester Basel
Nicolas Altstaedt
, Violoncello
Mario Venzago, Leitung


Henri Dutilleux: Tout un monde lointain
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 3 d-Moll, WAB 103, Wagner-Sinfonie


18.30 Uhr Konzerteinführung in der Allgemeinen Lesegesellschaft


Die Stiftung Sinfonieorchester Basel feiert ihr 20-jähriges Bestehen! Zum Jubiläum begrüßt 
sie einen ganz besonderen Ehrengast: Mario Venzago, der erste Chefdirigent in der neuen Trägerschaft kehrt nach fünfzehn Jahren an das SOB-Dirigentenpult zurück. Gemeinsam mit ihm und dem Cellisten Nicolas Altstaedt begibt sich das Orchester aber nicht nur auf eine Reise in die Vergangenheit. Das Cellokonzert Eine weit entfernte Welt schrieb Henri Dutilleux dem russischen Cellisten und Dirigenten Mstislaw Rostropowitsch 1970 auf den Leib. Mit Tout un monde lointain vertonte der Franzose seine ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Dichtung seines Landsmanns Charles Baudelaire. Jedem der fünf stimmungsgeladenen musikalischen Sätze ist ein fragmentarischer Vers, ein poetisches Bild des französischen Lyrikers vorangestellt.

Auch Anton Bruckner ließ sich von einem Zeitgenossen inspirieren: Der Österreicher war zeitlebens ein begeisterter Wagnerianer. Seine 3. Sinfonie enthielt in ihrer Erstfassung nicht nur zahlreiche Wagner-Zitate, sondern war diesem auch gewidmet. Ihren Beinamen Wagner-Sinfonie trägt sie im Übrigen noch heute, obwohl Bruckner in zahlreichen Überarbeitungen und zwei weiteren Fassungen fast sämtliche Anklänge an sein Idol tilgte.

Die Uraufführung der Zweitfassung geriet zum folgenschweren Desaster. Bruckner sollte noch zwölf Jahre mit den Überarbeitungen beschäftigt sein. 


Donnerstag, 08. Februar 19:30
Basler Münster
Bruckner+ Dutilleux

Mi 16.05.18
Alpensinfonie

Sinfonieorchester Basel
Midori
, Violine
Hans Drewanz, Leitung


Peter Eötvös: DoReMi, Konzert für Violine und Orchester Nr. 2
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie, op. 64, TrV 233


18.30 Uhr Konzerteinführung im Foyer des Musical Theater Basel


Ob Vivaldis Vier Jahreszeiten oder Beethovens Pastorale, die Darstellung von Naturphänomenen hat Komponisten in der Musik schon immer gereizt. So auch Richard Strauss. Dieser unternimmt als Fünfzehnjähriger eine Wanderung in den Bayrischen Voralpen. Bereits in der Nacht zieht er los, um den Sonnenaufgang auf einem der Gipfel erleben zu können. Beim Abstieg gerät er jedoch in ein Gewitter und erreicht erst am Abend einen Bauernhof, in dem er übernachten kann. An einen Freund schreibt er: «Die Partie war bis zum höchsten Grade interessant, apart u. originell. Am nächsten Tage habe ich die ganze Partie auf dem Klavier dargestellt. Natürlich riesige Tonmalereien u. Schmarrn (nach Wagner). » Zunächst plante Strauss ein viersätziges Werk mit dem Titel
Der Antichrist, eine Alpensinfonie. Der Antichrist bezieht sich auf die gleichnamige Schrift des Basler Professors Friedrich Nietzsche, in der es heißt: «Man muss geübt sein, auf Bergen zu leben – das erbärmliche Zeitgeschwätz von Politik und Völker-Selbstsucht unter sich zu sehen.»

Für die Naturdarstellung nutzt Strauss eine große Orchesterbesetzung, die ein Fernorchester und eine raffnierte Instrumentation einschließt: Auch Kuhglocken, Windmaschine und Donnerblech kommen zum Einsatz.

Ums Wandern geht es im weitesten Sinne auch im Konzert für Violine und Orchester Nr. 2, DoReMi, das Péter Eötvös der Geigerin Midori gewidmet hat. Die bekannten Solmisationssilben Do, Re und Mi stellen für den ungarischen Komponisten nicht nur ein Wortspiel mit dem Namen der Solistin dar, sondern auch die musikalische Unterscheidung zwischen West und Ost. Westeuropäische Melodien enden in der Regel auf Do, während ost- europäische auf Mi enden. Eötvös komponierte ein Stück, dass sich zwischen diesen beiden Sphären bewegt. 


Mittwoch, 16. Mai 19:30
Musical Theater Basel
Alpensinfonie




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