
Kammermusik am Picassoplatz
100 Jahre György Kurtág
ca. 12 Uhr
Programm
György Kurtág
Hommage à Kurtág Márta (von Játékok, Buch 3)
Pierre Boulez
Dérive 1 (1984)
György Kurtág
...feuilles mortes... (2004)
Domenico Melchiorre
Elyrion für Metasonic-Violine, Klavier, Bassdesmophon, Vibraphon und Lunason-Perkussionsinstrumente (2026, Uraufführung)
György Kurtág
Aus der Ferne
John Cage
Credo in Us (1942)
György Kurtág
Messages of the Late Miss R.V. Troussova, op. 17 (1980)
Mitwirkende
Anna Juniki
SopranPablo Aparicio Escolano
SchlagzeugSzilárd Buti
SchlagzeugRobin Fourmeau
SchlagzeugMirco Huser
SchlagzeugDomenico Melchiorre
LeitungDiese Konzertreihe gibt den Musiker*innen des Sinfonieorchesters Basel Gelegenheit, sich in kammermusikalischen Formationen zu präsentieren und bietet Ihnen die exklusive Möglichkeit, mit unseren Musiker*innen ins Gespräch zu kommen. Erleben Sie aussergewöhnliche Programme im Probezentrum Picassoplatz.
Der vor 100 Jahren geborene Komponist György Kurtág ist für seine hochverdichteten Musikminiaturen bekannt. Im Konzert werden diese mit Werken von Pierre Boulez, John Cage und Domenico Melchiorre verbunden.
Domenico Melchiorre stellt ein neues Werk vor mit dem Titel Elyrion für Klavier, Vibrafon und ‹Lunason›-Instrumente. Diese Instrumente werden von Melchiorre − Solo-Pauker im Sinfonieorchester Basel, Komponist, Erfinder − selbst entwickelt. ‹Elyrion›, so Melchiorre, sei ein Wort aus der «elbischen Sprache», in der es ‹Tal des Lichts› bedeute. Die Obertonschwingungen der Instrumente, so der Komponist, erzeugten eine flirrende Atmosphäre. «So wie ein Lichterspiel».
Von György Kurtág erklingen für Schlagzeugensemble bearbeitete Auszüge aus seiner Sammlung Játékok (Spiele) und den Botschaften des verstorbenen Fräuleins R. V. Trussowa. In diesem Zyklus für Sopran und Kammerensemble thematisiert Kurtág das Scheitern menschlicher Beziehungen. In einer ebenso grotesken wie drastischen Sprache sind die ‹Botschaften› die Äusserungen einer Frau über Einsamkeit, Exhibitionismus und Entblössung bis an die Grenzen der Selbstachtung.
Den Sopranpart übernimmt die in Basel ausgebildete Sängerin Anna Juniki, die im Mai 2025 mit dem Sinfonieorchester Basel ein Hochschul-Schlusskonzert mit Werke von Werken der finnischen Komponistin Kaija Saariaho gab.